Die Sprache der Katze

Das Image von der einsamen Raubkatze spiegelt die Fähigkeit Ihrer Katze, mit ihren Artgenossen oder dem Menschen zu kommunizieren, in keiner Weise wider. Katzen verfügen über außergewöhnliche kommunikative Fähigkeiten und nutzen die unterschiedlichsten Kommunikationsformen, um sich gegenüber dem Menschen oder anderen Tieren verständlich zu machen. Die meisten Formen der Katzenkommunikation sind für den Menschen problemlos, eine aber ganz und gar nicht: das Markieren des Reviers mit Duftmarken.

Ihre Katze versteht besser, was Sie denken und fühlen als das, was Sie sagen.

Die Verständigung mit dem Menschen

Zwar versteht das Katzenjunge, abgesehen von einigen Worten, Ihre Sprache nicht, aber es achtet aufmerksam auf Ihre Körpersprache und -haltung. Ihre jeweilige Stimmungslage kann sehr gut von Ihrer Katze empfunden und eingeschätzt werden. Auch die Katze selber kommuniziert ständig mit Ihnen durch ihre umfassende und variationsreiche Körpersprache. Beobachten Sie Ihre Katze genau, und Sie werden Schritt für Schritt das Geheimnis ihrer Kommunikation durchdringen!

Sie spricht mit ihrem Kopf

Augenform und Ohrenstellung geben genaue Hinweise darüber, was die Katze zum Ausdruck bringen möchte.

Bedeutung der Schnurrhaare: Sie gehören zum Tastsinn und dienen der Erkundung der Umgebung der Katze sowie der Kommunikation mit ihren Artgenossen. Die Schnurrhaare dürfen deshalb nie abgeschnitten werden!

 

Ohren gerade

Ohren aussen

Ohren gerade, nach vorn offen und runde Augen: Sie verhält sich neutral.

Ohren nach außen gerichtet, die Augen gespitzt, zusammengekniffen: wütende Katze.

Ohren abgeklappt

Ohren vorne offen

Ohren abgeklappt, runde, geweitete Pupillen: aggressive Katze.

Ohren vorn offen, gerade hochstehend, die Augen blinzeln, Schlitzaugen: glückliche Katze.

 

Lautsprache der Katzen

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 Miauen

Katzen können in allen Tonlagen und Abstufungen miauen. Die Bedeutungen können viele Stimmungen ausdrücken: klagend, fordernd, fragend, aufgeregt.

 Schnurren

Drückt Wohlbehagen und ein Gefühl der Geborgenheit aus. Katzenbabys schnurren, wenn sie trinken, Katzenmütter, wenn sie ihre Babys säugen und putzen. Jungtiere fordern erwachsene Katzen und Menschen schnurrend zum Spielen auf. Befreundete Katzen schnurren, wenn sie sich begegnen, überlegene Tiere, wenn sie sich unterlegenen nähern. Aber auch bei Krankheit und Schmerzen schnurren Katzen, ja sogar kurz vor dem Tod.

 Gurren

Es ist eine Art Plaudersprache in vielen Variationen, die Katzen zu allen Lebenslagen parat haben. Gurrend fordert die Katze "ihren" Menschen auf, sich ihr zu widmen, mit sanften Gurrlauten lockt die Katzenmutter ihre Jungen.

 Fauchen

Wird mit gekrauster Nase ausgestoßen und bedeutet Feindseligkeit.

 Knurren

Mit diesem Laut werden Gegner gewarnt. Eine Katze stößt ihn aus, wenn sie beim Essen nicht gestört werden will.

 Schnattern

Diesen Laut äußern Katzen, wenn sie durch das Fenster einen Vogel erblicken, der für sie unerreichbar bleibt. Dann fangen sie zu meckern an und klappern regelrecht mit den Zähnen.

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Körpersprache der Katzen

 

 

Wohlbefinden

Die Katze sitzt oder liegt mit freundlich entspanntem Ausdruck da. Die Ohren sind nach vorn und leicht nach außen gerichtet, die Schnurrhaare stehen seitwärts und sind wenig gefächert. Die Augen blicken ruhig und blinzeln je nach Helligkeit.

Zur Begrüßung kommt die Mieze mit hochaufgerichtetem Schwanz und erhobenem Kopf auf Sie zu. Will sie mit Ihnen schmusen, drückt sie die Augen zu und reibt schnurrend Kopf und Flanken an Ihren Beinen. Oder sie reibt den Kopf an Ihrer Hand.

 

Aufmerksamkeit

Die Ohren sind gespitzt und direkt nach vorn gedreht. Die Schnurrhaare sind ebenfalls nach vorwärts gerichtet und breit gefächert. Vorläufig wirkt die Katze noch ganz ruhig, nur der Schwanz wedelt sacht hin und her. Spielerisch erhebt sie die Pfote, um nach dem Objekt der Aufmerksamkeit zu haschen.

Abwehr

Die Ohren klappen seitlich weg, die Pupillen werden groß, und die Schnurrhaare legen sich zurück. Übersieht man diese Zeichen geht die Katze zur Verteidigung über, zeigt ihre Krallen und teilt ärgerliche Tatzenhiebe aus. Dabei faucht und spuckt sie, oder sie knurrt tief in der Kehle und steigert sich je nach Grad der Verärgerung bis zum schrillen Schrei. 

Angriff

Angriffslustig zeigt sich die Katze hauptsächlich gegenüber einer anderen Katze. Bei zusammenlebenden Wohnungskatzen, die sich kennen, handelt es sich meist um eine Aufforderung zu einer Balgerei. Mit hochaufgerichteten Beinen baut sie sich auf, dreht die Ohren nach hinten, hat breitgefächerte Schnurrhaare und kleine Pupillen. Der Schwanz ist kurz hinter der Wurzel hakenförmig abgebogen, und seine Haare sind gesträubt. Sie duckt sich im rechten Winkel und wirft sich dann auf die andere. Diese rollt sich blitzschnell auf den Rücken und pariert mit Zähnen und Krallen. Will sie jedoch gerade nicht, senkt sie den Kopf und signalisiert Unterlegenheit. Bei Desinteresse wendet sie den Kopf weit zur Seite.

 

Ängstliche Zurückhaltung

Wenn sich eine Katze in ein Versteck zurückzieht, versucht sie sich erst einmal unauffällig zu machen. Die Ohren sind nach der Seite gelegt und die Schnurrhaare angelegt. Augen und Pupillen sind schmal, das Kinn ist angedrückt. Das Gesicht sieht aus wie "eingefroren", wie überhaupt alles am Körper.

Wächst die Angst, geht sie schnell zum Angriff über. Das sollten Sie wissen, wenn sie eine ängstliche Katze anfassen wollen. Ihr sträuben sich die Haare, die Ohren liegen seitwärts am Kopf an, die Pupillen sind riesengroß, der Schwanz peitscht hin und her, und womöglich stößt sie ein lautes Kreischen aus. Reden Sie lieber nur beruhigend auf sie ein, und ziehen Sie die Hände zurück, wenn Sie ein paar blutige Kratzer vermeiden wollen.

 Katzenschlaf ist nicht gleich Katzenschlaf

 

15 Stunden eines Tages verbringt die Katze schlafend und dösend.

Im halbwachen Dämmerzustand und im leichten Schlaf bewegt sich die Katze noch. Ein Teil ihrer Sinne bleibt dabei aktiv. Wenn sie jetzt gestört wird, schreckt sie zusammen und ist murrig und abwehrend.

Der wirkliche Tiefschlaf dauert maximal vier Stunden am Tag. Die Katze sucht sich dafür einen möglichst ungestörten, zugfreien Platz aus. Meistens schiebt sie die Pfoten unter den Körper und rollt sich u-förmig zusammen. Je kälter der Schlafplatz, um so enger rollt

sich die Katze zusammen, da die Körpertemperatur im Schlaf sinkt.

Katzen träumen sehr viel. Diese Träume treten nur in der Tiefschlafphase auf. Dabei schnattert und brummt sie womöglich im Schlaf. Manchmal bewegt sie sich auch und scheint Jagd auf unsichtbare Beute zu machen.

 

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